Was ist B.A.R.F.? – BARF – Formen, Vor- und Nachteile

By | 4. Juli 2015

barf

Was ist “Barfen“?

BARF (Bones And Raw Food oder biologisch artgerechte Rohfütterung) ist schlicht gesagt eine Fütterungsform. Hier werden die Katzen artgerecht und naturnah mit einer ausgewogenen auf die Katze zugeschnittenen Mischung aus rohem Fleisch, Organen und Supplementen gefüttert.

Diese Art der Fütterung ist wenn sie richtig gemacht wird, gesünder und ursprünglicher als eine Fütterung mit industriell gefertigtem Dosenfutter. Das Problem bei Dosenfutter ist unter anderem dass der Nährstoffgehalt nicht passt, oder die Fütterungsangaben zu gering sind und es so durchaus zu einer Unterversorgung kommen kann. Oder dass der Halter nicht nachvollziehen kann was genau in der Dose enthalten ist. Beim Barfen mischt man sein Futter meistens selbst.

B.A.R.F. – Methoden und Fütterungsformen

Methoden

  • Voll-B.A.R.F. mit Supplementen

    Hier wird Muskelfleisch mit natürlichen und/oder vollsynthetischen Supplementen zu einer vollwertigen Mahlzeit ergänzt. 😉

  • Voll-B.A.R.F. mit Fertig-Supplementmischungen

    Hier bestreut man Muskelfleisch mit dem Fertigpulver und serviert es der Katze. Bei manchen Pulvern ist noch ein Zusatz von Taurin, Knochenmehl, Fett oder anderen Zusatzstoffen nötig. Und da solltet ihr bitte genau auf die Angaben des Herstellers achten. Es eignet sich gut zum Einsteigen, auf Dauer sollte man sich aber eher eine andere B.A.R.F. Methode aussuchen.
    Es gibt viele verschiedene Pulver z.B. Felini Complete, Canina Barfers Best for Cats, CarniZoo uvm.

  • PMR (Prey Model Raw)

    • Whole Prey (ganze Beutetiere)
      Hier werden ganze Beutetiere verfüttert (Maus, Ratte, Küken, Wachtel usw.) Es handelt sich hierbei um eine sehr spannende Art der Fütterung, die sich an das Konzept der Beutetierfütterung aus Zoos anlehnt. Die Katze muss das Beutetier u.a. von den Federn befreien und hat so neben einer gesunden Mahlzeit auch noch eine artgerechte Beschäftigung um an das Futter zu kommen.
    • Frankenprey (nachgebaute Beutetiere)
      Hier “baut“ man ein Beutetier nach. Üblicherweise erfolgt das nach der 85/5/10 Methode. Also 85% Muskelfleisch (davon min. ein Drittel Herz und 10% Fett), 5% Knochen und 10% Innereien wovon eine Hälfte aus Leber und eine Hälfte aus anderen Innereien (z.B. Niere, Milz, Hirn usw.) besteht.
    • Frankenprey plus (“verbessertes” Frankenprey)
      Hier wird mit natürlichen Supplementen (Organe, Blut, Knochen usw.) gearbeitet ähnlich wie bei Frankenprey, allerdings kommen hier für mehr Ausgewogenheit ein paar mehr Zusätze zum Einsatz. Beispielsweise Seealgenmehl o.ä.
  • Fertigmischungen

Das sind von einem Hersteller bereits fertig zusammengestellte Rohfleischmahlzeiten. Man bekommt sie entweder schon vollständig supplementiert oder muss noch verschiedene Supplemente beifügen.

Fütterungsformen

  • Voll-B.A.R.F.

    Ausschließliche rohfütterung. Völliger Verzicht auf industriell gefertigte Futtermittel.

  • Teil-B.A.R.F./Mischfütterung

Hier gibt es anders wie beim Voll-B.A.R.F. zu einer Mahlzeit Dosenfutter bei der nächsten dann anderen dann eine Rohfleischmahlzeit nach einem der o.g. Methoden. Dann wieder Dose usw.

Oder aber 3 Fleischmahlzeiten und 1 kleine Handvoll Trockenfutter zur Beschäftigung.

Oder, oder, oder.

Es gibt zahlreiche Varianten und Kombinationsmöglichkeiten.

  • Kochbarf

Ist kein BARF im Sinne der Rohfütterung. Aber dennoch einer Ernährung mit industriellem Fertigfutter vorzuziehen. Wie der Name schon erahnen lässt wird das Fleisch gekocht bevor es die Katze bekommt.

Viele nutzen es zur Umstellung wenn die Katze noch das rohe Fleisch verweigert oder als eineAlternative wenn eine Rohfleischfütterung aus gesundheitlichen Gründen nicht in Frage kommt. Das Prinzip ist jedoch ähnlich wie beim normalen BARF. Fleisch wird vorbereitet und supplementiert. Jedoch ist die Berechnung der Nährstoffe/Fertigsupplemente bei gekochtem Fleisch etwas anders.

Vor und Nachteile des Barfens

Die Vorteile des Barfens

  • Körperliche und geistige Auslastung der Katze (z.B. Beutetierfütterung)
  • Zahnpflege und bessere Zahngesundheit
  • Bessere Verdaulichkeit als industrielles Futter
  • Naturnah und artgerecht
  • Je nach Methode kaum bis keine Chemie
  • Genaue Kenntnis über die Inhaltstoffe
  • Große Flexibilität und Abwechslungsreichstum bei Allergien oder Erkrankungen
  • Einfach zu verstehende, gut zusammengestellte Rezepte stehen überall kostenlos zu Verfügung
  • B.A.R.F.- Gruppen oder Foren bringen einem mehr Wissen und Spaß beim Barfen
    • Facebook – Barf speziell für Katzen: https://www.facebook.com/groups/katzenbarf/?fref=ts
  • B.A.R.F. ist nicht nur gesünder sondern oft sogar günstiger als industriell gefertigtes Futter

Nachteile des Barfens

  • Mögliche Über/Unterversorgung durch Fehler in der Rationsberechnung.
  • Je nach Methode hoher Zeit und Arbeitsaufwand
  • Erfordert ein Einlesen in die verschiedenen Barf-Methoden und ein genaues Arbeiten beim Zubereiten der Rationen.

Links und Bücher zum Thema B.A.R.F.:

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